Das ist erst der Anfang

Die Bildungsstreikwoche ist gelaufen und so langsam schleicht sich an allen Unis wieder die Normalität ein. Auch hier in Jena wurden heute die besetzten Räume wieder verlassen.

Wir haben in dieser Woche viel mehr erreicht, als wir uns jemals vorgestellt hatten. Niemand von uns hat erwartet, dass die Besetzung länger als 2 Tage anhält, geschweige denn, dass wir einen Raum zur Verfügung gestellt bekommen. Aber bekanntlich kommen die Dinge meistens sowieso anders als mensch denkt.
Wir haben es geschafft einen vorerst dauerhaften Freiraum zu erkämpfen. In diesem Raum wollen wir die inhaltliche Arbeit an den Forderungen und Lösungsvorschlägen fortsetzen, aber auch Platz für Utopien, Ideen und Träume bieten. Es sind alle Menschen herzlich eingeladen uns hier zu besuchen und sich kreativ einzubringen. Wir beschränken uns nicht ausschließich auf StudentInnen, sondern wollen auch SchülerInnen, MitarbeiterInnen der Uni und ArbeiterInnen die Möglichkeit bieten Kritik an den Zuständen zu äußern. Wir wollen uns mit der inhaltlichen Arbeit auch nicht nur auf Bildungsprobleme reduzieren sondern wir haben die gesellschaftlichen Zusammenhänge erkannt und möchten diese auch benennen.
Während der Streikwoche wurden schon vielfältige Probleme angesprochen und viele Menschen sind auf uns zugekommen um sich zu informieren und sich auszutauschen. Das hat uns gezeigt, dass der Wille sich damit zu beschäftigen und auch die Dringlichkeit der Probleme gegeben ist.
Die konkreten Ziele für die nächste Zeit sehen so aus, dass die Forderungen weiter konkretisiert werden sollen, um sie möglichst zeitnah auf einer Studierendenvollversammlung vorzustellen. Längerfristig, wollen wir uns auf die zweite „Global-Action-Week for education“ vorbereiten. Diese gab es bereits im April und soll aufgrund der hohen Resonanz höchstwahrscheinlich im November wiederholt werden. Weiterhin wird es in den nächsten Tagen Spiele in der Uni geben, wie zum Beispiel die Creditpoint-Suche. Aber davon mehr, wenn’s soweit ist.

Wir möchten uns nochmals bei allen Menschen bedanken, die dass alles möglich gemacht haben und im voraus schonmal bei denen bedanken, die die weitere Arbeit möglich machen.

Der Besetzt-Blog wird an dieser Stelle erstmal eingestellt. Ihr erreicht uns ab sofort unter: http://freitraum.blogsport.de

PS: Die Kontakt-Mail-Adresse bleibt vorerst die selbe (squat.uni-jena@gmx.de)

Dank und Grüße
die BesetzerInnen

Land in Sicht

Heute Morgen wurden die BesetzerInnen durch den Besuch von drei Polizisten geweckt. Diese wollten wissen, wann die Besetzung endet und wie das Ganze zu Ende gehen soll. Hintergrund für den Besuch war das, von Dicke gestellte, Ultimatum bis 16.00 die Räume zu verlassen.
Kurz nach dem Mittag bekamen wir dann noch Besuch vom Liegenschaftsbeauftragten der Uni und vom Kanzler der Uni. Den beiden wurde gesagt, das wir bis Sonntag in den Räumen bleiben und dann friedlich gehen. Das Selbe wurde auch den Polizisten gesagt. Polizisten wie Univertreter zeigten sich mit dem Vorschlag einverstanden und setzen auf kooperatives Verhalten. Der Unikanzler sicherte zudem zu, dass das überziehen der Frist keine negativen Konsequenzen haben wird.
Das heißt also, das wir noch bis morgen bleiben und ab Montag 12.00 Uhr die Arbeit im SR 124 fortsetzen können.

An dieser Stelle wollen wir uns auch schon einmal bei allen UnterstützerInnen bedanken, besonders bei den Sicherheits- unjd Reinigungskräften der FSU, den Sekräterinnen von Rektor Dicke, Cafe Wagner und allen Menschen, die hier waren und mit uns gearbeitet und gelebt haben.

Wir werden in den nächsten Tagen auf eine vollständige Ausarbeitung der Forderungen hinarbeiten, um diese dann möglichst zeitnah in einer Studierendenvollversammlung vorzustellen.

Friday I‘m in love

Wieder liegt ein Tag hinter uns und es gab ein überaschendes Ereignis.

Am Morgen wurde uns ein Schreiben überbracht, in dem uns Rektor Dicke den SR 124 zu Verfügung stellte. Allerdings unter der Bedingung, dass die momentan besetzten Räume bis Samstag 16.00 geräumt werden. Außerdem soll der SR 124 nur für 6 Wochen zur Verfügung gestellt werden. Die Forderung bestand allerdings darin, die Freiräume den BesetzerInnen zeitlich unbegrenzt überlassen. Des Weiteren ist SR 124 lange nicht so groß ,wie die jetzt besetzten Räume. Außerdem liegt der Raum, zwar am Campus, dort aber nicht so zentral wie gefordert.

Am Nachmittag wurden wieder Vorträge gehalten und AK’s trafen sich. Bis jetzt laufen noch Filme, die Stimmung ist gut, und die Besetzung hält an.

FREIE BILDUNG BRAUCHT FREIE RÄUME!!!

Zusammenfassung Donnerstag

Ein ereignisreicher Tag liegt hinter uns. Hier folgt eine kleine Zusammenfassung…

Angefangen hat der Tag mit dem Besuch des Rektors Klaus Dicke in den besetzten Räumen. Unter dem Motto „Jetzt kommt(s) Dicke“ sollte der Rektor sich den Fragen der Studenten stellen.
Während dieser Fragerunde besetzten etwa 30 StudentInnen das Büro des Rektors um die Forderung nach einem selbstverwalteten Freiraum zu bekräftigen. Als der Rektor zurück in sein Büro kam, wurde ihm die Forderung angesagt. Daraufhin drängte Dicke auf den institutionellen Weg zum Raum beantragen. Nach einigem Hin und Her entschieden sich die BesetzerInnen einen Antrag aufzusetzen. Dieser wurde etwas später überreicht und die Besetzung weiter aufrecht erhalten um die Forderung weiter zu unterstützen. Letztendlich harrten die BesetzerInnen fast 6 Stunden im Büro des Rektors aus. Während dieser Zeit drohte Dicke zwei Mal mit einer Räumung und indirekt mit Exmatrikulierung. Die Besetzung wurde am Ende freiwillig geräumt, da die Situation sehr verfahren war. Auf dem Weg zurück zum Campus wurde eine Spontandemo mit circa 40 Personen statt.

Nachdem im Rektorat die erste Räumungsdrohung raus war, sammelten sich auf dem Campus Unterstützer und führten ein kurze Kundgebung durch, um auf die Situation in Büro des Rektors aufmerksam zu machen. Danach zogen sie als Spontandemo mit ca. 40 bis 50 Personen zum Universitätshauptgebäude (UHG). Angekommen versorgten sie die Besetzer mit Essen und sorgten auf der Straße für gute Stimmung.
Die Besetzung der Räume in der Carl-Zeiss-Straße 3 wurde während dieser Zeit nur noch durch einige Wenige BesetzerInnen aufrecht erhalten. Diese schrieben Pressemitteilungen und haben den Infostand aufrecht erhalten

In der Nacht zum Freitag kam es allerdings zu einem ziemlich beschissenen Vorfall. Die BesetzerInnen entdeckten auf dem Campus einen schlafenden jungen Mann. Dieser war relativ stark verwundet und kaum ansprechbar. Später stellte sich heraus, dass er wahrscheinlich von 3 Nazis zusammengeschlagen wurde. Die BesetzerInnen sind wütend und entsetzt über diese Gewalt.

GEGEN NAZIS – EGAL OB AUF DER STRAßE ODER IN DER UNI!!!
MEHR BILDUNG FÜR FASCHISTEN!!!

Besetzung des Rektoramtes hat sich freiwillig aufgelöst

Die Besetzung des Rektoramtes hat sich gerade eben freiwillig ausgelöst und die TeilnehmerInnen haben sich aus den Räumlichkeiten zurückgezogen.

Natürlich bleibt die eigentliche Besetzung der CZS3 weiterhin intakt. Heute Abend wird es auch ein Plenum zur Rektoratsbesetzung geben, auf dem es eine allgemeine Nachbetrachtung geben wird.

In diesem Sinne, besucht uns an der CZS3. Venceremos!

Räumung steht immernoch aus – Lage entspannt

Bislang hat die Polizei noch nichts unternommen und sich auch aus dem Unigebäude zurückgezogen.

Im Moment ist die Lage ruhig und entspannt.

Räumung steht bevor!

Dicke hat von Hausrecht Gebrauch gemacht, Ultimatum für die Rektoratsbesucher läuft ca. 1 Minute ab.

Übt Solidarität! Gegen die Repression und für freie, selbstbestimmte Bildung!

Antrag übergeben.

Eben kam die Meldung, dass die Forderungen nun übergeben wurden und die Lage noch ruhig ist. Die Polizei ist allerdings schon seit längerem vor Ort.

Vollständiger Text des Antrages an den Rektor

Hier dokumentieren wir den vollständigen Text des Positionspapier, den die BesetzerInnen dem Rektor als Antrag vorlegen:

    Antrag auf
    dauerhafte Zuweisung eines selbstverwalteten studentischen (Frei-) Raumes

Im Zuge des Bildungsstreiks und den damit einher gegangenen Besetzungen der Räume Hörsaal 6, Seminarraum 113 und Seminarraum 114 in der Carl-Zeiss-Straße 3 fordern wir die Zuweisung eines dieser drei Räume und den angrenzenden Flur für die dauerhafte Schaffung eines freien Projektraumes, der allen Studierenden offen steht.

Dieser Raum wird die Möglichkeit bieten, die produktiven und kreativen Prozesse, die während der Bildungsstreikwoche in Gang gesetzt wurden, weiter rtfortführen zu können.

Der Raum soll ab Freitag, den 19.Juni 2009 unter Verantwortung des Studierendenrates frei verwaltet werden.

Julia Langhammer Anna-Luise Friedrich

Vorstand
Studierendenrat Friedrich-Schiller-Universität

Positionspapier ist fertig!

In wenigen Minuten werden die BesetzerInnen das Positionspapier dem Rektor zur Unterschrift vorgelegt. Die BesetzerInnen haben entschieden im Falle einer Ablehnung die Räume weiterhin besetzt zu halten und auf die angedrohte Räumung zu warten.






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